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Brandenburgs Wasserpolitik zukunftsfest gestalten

Gemeinsam mit meiner Landtagskollegin Tina Fischer war ich beim Märkischen Wasser- und Bodenverband „Dahme-Notte“ in Mittenwalde zu Gast. Im Mittelpunkt unseres Austauschs standen die aktuellen Herausforderungen für den Wasserhaushalt in Brandenburg und die Frage, wie wir unsere Wasserpolitik langfristig und verlässlich aufstellen können.

Der Klimawandel ist auch in unserer Region deutlich spürbar. Längere und häufigere Trockenperioden, sinkende Grundwasserstände und zugleich zunehmende Starkregenereignisse stellen uns vor große Aufgaben. Diese Entwicklungen betreffen nicht nur die Natur, sondern ganz unmittelbar die Trinkwasserversorgung, die Landwirtschaft, unsere Städte und Gemeinden sowie die Arbeit der Wasser- und Bodenverbände.

Dabei wird immer deutlicher: Wir müssen Wasser künftig stärker in der Landschaft halten, Überschüsse in niederschlagsreichen Zeiten besser nutzen und gleichzeitig einen verlässlichen Abfluss sowie den Schutz vor Hochwasser gewährleisten. Dafür braucht es eine moderne und vorausschauende Wasserwirtschaft, die regionale Besonderheiten berücksichtigt und die unterschiedlichen Interessen miteinander in Einklang bringt.

Ein Schwerpunkt unseres Gesprächs war deshalb die laufende Novellierung des Brandenburgischen Wassergesetzes. Die Erfahrungen der Wasser- und Bodenverbände aus der täglichen Praxis sind für diesen Prozess besonders wichtig. Sie wissen, wo bestehende Regelungen funktionieren, wo Verfahren vereinfacht werden müssen und welche rechtlichen sowie finanziellen Rahmenbedingungen erforderlich sind, um die vielfältigen Aufgaben auch künftig zuverlässig erfüllen zu können.

Darüber hinaus haben wir über den aktuellen Sachstand zum geplanten Neubau der Schleuse in Königs Wusterhausen gesprochen. Die Schleuse ist ein wichtiger Bestandteil der regionalen Wasserinfrastruktur und hat sowohl für die Steuerung des Wasserhaushalts als auch für die Schifffahrt und die touristische Entwicklung der Region eine große Bedeutung. Deshalb ist es wichtig, dass die Planungen verlässlich vorangetrieben und die notwendigen Abstimmungen zwischen allen Beteiligten eng begleitet werden.

Unser gemeinsames Ziel muss eine Wasserstrategie sein, die die Interessen der Bevölkerung, der Landwirtschaft, der Wirtschaft und des Natur- und Umweltschutzes miteinander verbindet. Es geht dabei nicht um kurzfristige Lösungen, sondern um die langfristige Sicherung unserer Lebensgrundlagen.

Mein Dank gilt den Verantwortlichen des Märkischen Wasser- und Bodenverbandes „Dahme-Notte“ für den offenen Austausch, die konkreten Einblicke in ihre Arbeit und ihre wichtigen Hinweise für die weiteren politischen Beratungen. Die Herausforderungen sind groß – umso wichtiger ist es, dass Politik, Kommunen, Verbände und Nutzerinnen und Nutzer gemeinsam an tragfähigen Lösungen arbeiten.