Gemeinsam Perspektiven schaffen: Besuch am OSZ Dahme-Spreewald
Gemeinsames Kochen verbindet, fördert den Austausch und schafft Räume für Begegnung und Integration. Wie wichtig solche niedrigschwelligen Angebote gerade für junge Menschen sein können, wurde bei unserem Besuch am Oberstufenzentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen deutlich.
Gemeinsam mit meiner Landtagskollegin Tina Fischer war ich bei Schulleiter Eckhard Thiele zu Gast. Im Mittelpunkt unseres Gesprächs stand der Übergang von der Schule in die Ausbildung – eine wichtige Phase, die für viele Schülerinnen und Schüler mit Unsicherheiten und Herausforderungen verbunden ist.
Genau hier setzt das Landesprogramm „Türöffner: Zukunft Beruf“ an, das noch bis zum 31. Juli 2028 läuft. Eine lokale Koordinierungsstelle unterstützt die Jugendlichen dabei, ihren Weg in Ausbildung und Beruf erfolgreich zu gestalten. Das Angebot reicht von der Hilfe bei Bewerbungen über die Bewältigung von Stresssituationen bis hin zur Stärkung von Teamfähigkeit und sozialen Kompetenzen.
Dabei geht es nicht allein um Zeugnisse, Lebensläufe und Bewerbungsgespräche. Ebenso wichtig sind persönliche Stabilität, Selbstvertrauen und die Fähigkeit, mit anderen zusammenzuarbeiten. Gemeinsame Aktivitäten wie das Kochen können einen wichtigen Beitrag leisten: Sie bringen junge Menschen miteinander ins Gespräch, bauen Berührungsängste ab und ermöglichen Erfolgserlebnisse außerhalb des klassischen Unterrichts.
Die Rückmeldungen aus der Praxis sind eindeutig: Der Unterstützungsbedarf bleibt hoch. Gleichzeitig haben sich die in den vergangenen Jahren aufgebauten Strukturen und Netzwerke bewährt. Schulen, Ausbildungsbetriebe, Beratungsstellen und weitere Partner arbeiten eng zusammen, um Jugendlichen möglichst passgenaue Unterstützung anzubieten.
Offen ist bislang jedoch, wie es nach dem Ende der aktuellen Förderperiode im Jahr 2028 weitergeht. Schulleiter Eckhard Thiele machte deutlich, dass für eine erfolgreiche und verlässliche Arbeit eine dauerhafte Perspektive notwendig ist. Bewährte Angebote dürfen nicht immer wieder vor der Frage stehen, ob und wie sie fortgeführt werden können.
Diesen wichtigen Hinweis nehmen wir mit in die weiteren politischen Beratungen. Denn ein erfolgreicher Übergang von der Schule in den Beruf ist nicht nur für die persönliche Zukunft der jungen Menschen entscheidend. Er ist zugleich eine wichtige Voraussetzung dafür, Fachkräfte zu gewinnen, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Mein Dank gilt Schulleiter Eckhard Thiele und allen Beteiligten für den offenen Austausch sowie für ihr tägliches Engagement, jungen Menschen Türen in Ausbildung und Beruf zu öffnen.