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Runder Tisch Gesundheit in Königs Wusterhausen vereint lokale Akteure für eine bessere medizinische Versorgung

Der vom Landtagsabgeordneten Ludwig Scheetz initiierte Runde Tisch Gesundheit für die Region Königs Wusterhausen fand erstmalig am 10. Juli statt und brachte eine Vielzahl von Vertretern aus dem Gesundheitswesen, der Politik und der Bürgerschaft zusammen. Gemeinsam wurde über die aktuelle Situation der medizinischen Versorgung in der Stadt diskutiert und Lösungsansätze erörtert, um die Herausforderungen anzugehen.

Teilnehmer des Runden Tisches waren unter anderem André Jasper, Geschäftsführer der Klinikum Dahme-Spreewald GmbH, Michaela Wiezorek, Bürgermeisterin der Stadt Königs Wusterhausen, Susanne Rieckhof, Vize-Landrätin des Landkreises Dahme-Spreewald sowie Vertreter des Seniorenbeirates und engagierte Bürgerinnen und Bürger.

Ein zentrales Thema der Diskussion waren die fehlenden Hausärzte. Statistisch gesehen liegt der Versorgungsgrad aktuell bei 84,5% in der Region. In anderen Facharztbereichen scheint die Versorgung beim Blick auf die Statistik ausreichend zu sein, doch in der Bevölkerung wird dies oft anders wahrgenommen. Insbesondere die Verfügbarkeit von Kinderärzten gestaltet sich als problematisch. Trotz eines statistischen Versorgungsgrades von 110,3% sind nicht alle vorhandenen Arztstellen besetzt.

Mit Erleichterung durfte die Runde zur Kenntnis nehmen, dass eine Kinderarztstelle im medizinischen Versorgungszentrum am Achenbach-Krankenhaus wiederbesetzt werden konnte.

Ein weiteres großes Problem ist die Altersstruktur der Ärzteschaft. In Brandenburg sind 33,6% der Hausärzte älter als 60 Jahre und bei den Fachärzten sind es 29,2%. Angesichts dieser Zahlen wird deutlich, dass wir Maßnahmen ergreifen müssen, um die Attraktivität unserer Region für potenzielle Mediziner*innen zu steigern.

Der Runde Tisch betonte die Notwendigkeit einer engen Vernetzung der lokalen Akteure, um attraktive Angebote für junge Mediziner*innen zu schaffen, sei es in Form einer Niederlassung oder angestellt in einem medizinischen Versorgungszentren. Ein wichtiger Ansatzpunkt hierfür ist die Wiederbelebung und Stärkung des Netzwerks für Gesundheits- und Sozialwirtschaft (Gesonet) in Königs Wusterhausen. Als Anlaufstelle für junge Ärzte mit der Bündelung verschiedenster Unterstützungsprogramme der Kassenärztlichen Vereinigung oder anderer muss das Weiterbildungsnetzwerk ausgebaut und gestärkt werden. Des Weiteren sollte die Zusammenarbeit zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung und den Kommunen intensiviert werden. Eine entsprechende Schnittstelle muss geschaffen werden, um den Austausch und die Abstimmung zu erleichtern. Die Kassenärztliche Vereinigung sollte zudem bei der Entwicklung neuer Wohngebiete einbezogen werden, um die Auswirkungen auf die medizinische Versorgung frühzeitig zu bewerten und gegebenenfalls Stellungnahmen abzugeben.

Ludwig Scheetz erklärte zur Auftaktrunde des Runden Tisches: „Die Zusammenarbeit und Vernetzung aller Akteure im Gesundheitswesen ist entscheidend, um eine gute medizinische Versorgung in Königs Wusterhausen sicherzustellen. Durch die Stärkung von Gesonet und den Ausbau des Weiterbildungsnetzwerks können wir attraktive Angebote für junge Mediziner schaffen. Ich freue mich, dass wir in einer konstruktiven Auftaktrunde erste Möglichkeiten diskutieren konnten und freue mich auf die Fortsetzung auch unter Beteiligung weiterer Akteure im Herbst.“

Vize-Landrätin Susanne Rieckhof ergänzte: „Das Weiterbildungsnetzwerk, das vom Kreistag Dahme-Spreewald beschlossen wurde, hat zum Ziel, jungen Ärzten eine berufliche Perspektive im Landkreis zu bieten. Durch die Zusammenarbeit mit ansässigen Ärzten und dem Klinikum stellt es einen wichtigen Schritt hin zu einer stabilen Gesundheitsversorgung in der Zukunft dar.“